30 Protestwanderer auf dem DHW

Oberauerbach
Stillstand beim Dollenweg: Rund 30 Protestwanderer erwartet
Wege-Erbauer wirft Stadt vor, Neubau schleifen zu lassen

Viele spannende Geschichten stehen täglich in der Zeitung. Was ist daraus geworden? Der Merkur hakt nach. Heute: Vor einem Jahr erklärte die Staatsanwaltschaft, kein Ermittlungsverfahren wegen der Zerstörungen am Dollen-Henrich-Weg einzuleiten. (Veröffentlicht am 26.04.2014)

Oberauerbach. Vor einem Jahr befand die Staatsanwaltschaft Zweibrücken: Bezüglich des zerstörten Dollen-Henrich-Wegs in Zweibrücken gibt es juristisch nichts zu klagen. Die Stadtverwaltung habe keine Sachbeschädigung begangen, als sie Treppen, Geländer und Stufen herausriss. Der pensionierte Richter Werner Euskirchen hatte damals Anhaltpunkte gesehen, dass eine gemeinschaftliche Sachbeschädigung vorliegen könnte.

Nichts zu klagen – das sieht Harald Scherer anders. Menschlich gesehen gebe es sehr wohl einiges zu beanstanden, machte er am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung deutlich. Scherer ist der Initiator des zerstörten Dollen-Henrich-Wegs, er baute diesen Pfad gemeinsam mit anderen Helfern auf und kümmerte sich in erster Linie um dessen Pflege.

„Ich bin vom Vorgehen der Stadt enttäuscht“, sagte Scherer. Dass Oberbürgermeister Kurt Pirmann vor einiger Zeit erklärte, die Stadt wolle den Weg wieder aufbauen, vermag Scherer nicht zu entschädigen: „Ich sehe keinen ernsthaften Willen bei der Stadt, den Weg wirklich wieder aufzubauen.“ Im Zweibrücker Rathaus wird die Angelegenheit seiner Meinung nach auf die lange Bank geschoben. Aus eben diesem Grund sei es richtig, dass nächste Woche ein Protestmarsch stattfinde. Hintergrund: Der Bürger Christian Stolle hat einen Protestmarsch organisiert, der am 1. Mai um zehn Uhr am Gasthaus Sutter, Pirmasenser Straße 114, beziehungsweise um elf Uhr am Bürgerhaus Oberauerbach startet. „Meine Familie und ich machen bei dem Marsch mit“, betont Scherer. Es sei wichtig, ein Zeichen zu setzen. Scherer geht davon aus, dass 25 bis 30 Personen an der Aktion teilnehmen werden. Zwar läuft Scherer bei dem Protestmarsch mit – aber ansonsten will er mit dem Projekt Dollen-Henrich-Weg nichts mehr zu tun haben. „Ich werde bei dem Aufbau – wenn er denn wirklich kommt – nicht mehr mitmachen. Das habe ich unserem Oberbürgermeister auch schon gesagt.“

Es sei nicht nur zu viel Holz zerschlagen worden – sondern auch zu viel Porzellan, macht der Oberauerbacher deutlich.

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