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Dollenweg

Dollenweg: Braun
hat Veränderungen
selbst gesehen
ZWEIBRÜCKEN (lf) Nur Laub aus
dem Weg geräumt, sonst gar
nichts gemacht am Dollen-Henrich-
Weg? Diesen Vorwurf von Ex-
Wegepate Harald Scherer (wir berichteten)
hat Stadtsprecher
Heinz Braun gestern auf Merkur-
Anfrage entschieden zurückgewiesen.
„Ich bin den Weg abgelaufen
und habe mit eigenen Augen
gesehen, dass auch Äste gekürzt
wurden, um ihn wieder begehbar
zu machen, teils ist der Weg auch
verbreitert worden und querliegende
Baumstämme wurden entfernt.“
Zudem seien an noch vorhandenen
Holztrittstufen Stolperfallen
(hervorstehende Eisenstücke)
entfernt worden.
Dass Oberbürgermeister Kurt
Pirmann (SPD) die vor drei Jahren
in einer Nacht- und Nebelaktion
entfernten Holzgeländer nicht
wieder aufstellen lassen wollte,
war immer klar – Pirmann hatte
von einer zeitgemäßeren, naturnäheren
Weggestaltung gesprochen
(wir berichteten). Braun sagte
gestern, die Geländer seien
nicht nötig: „Ich bin gewiss kein
passionierter Wanderer – aber der
Weg war für mich kein Problem.“

Stadt: Dollen-Henrich-Weg ist erneuert Asylbewerber hätten Pfad „naturnah wieder hergerichtet“. Ex-Wegepate widerspricht: Es wurde nur Laub weggeräumt.

Von Mathias Schneck
Zweibrücken: Der Dollen-Henrich-Weg in Oberauerbach ist erneuert worden. Oder etwa doch nicht? Widersprüchliche Aussagen gab es dazu am Freitag. Völlig überraschend verschickte die Verwaltung der Rosenstadt an diesem Tag eine Pressemitteilung.

„Der Dollen-Heinrich-Weg ist naturnah
wieder hergerichtet und
als Wanderweg gut begehbar.
„Äste wurden
zurückgeschnitten,
an manchen Stellen
wurde der Weg
verbreitert.“

Die Stadt in ihrer Pressemitteilung Asylbewerber haben in den vergangenen
drei Monaten die Arbeiten erledigt“, heißt es in der E-Mail des Rosenstadt-Rathauses. Diese Aussage ist deshalb überraschend, weil Heinz Braun, Pressesprecher der Stadt, noch am 23. Februar auf Anfrage unserer
Zeitung mitgeteilt hatte, dass die – bereits wiederholt in Aussicht gestellten
– Erneuerungsarbeiten wegen schlechten Wetters noch nicht begonnen hätten, aber bald starten sollten. Und nun die Überraschung: Es wurde laut Pressemitteilung
vom Freitag an dem Weg gearbeitet – und das wie bereits erwähnt seit drei Monaten. Was alles getan worden sei, listet die Stadt wie folgt auf: „Äste, die in den Weg geragt haben, wurden zurückgeschnitten. Auch herumliegende Baumstämme, die in den Weg geragt haben, wurden gekürzt. Holzstufen wurden aus Sicherheitsgründen entfernt oder auch nachbearbeitet. An manchen Stellen wurde der Weg verbreitert“, heißt es in der E-Mail. Tatsächlich wurden – wie bereits
von Braun Ende Februar im Merkur angekündigt – Asylbewerber unter Aufsicht in die Arbeiten eingebunden. Namentlich erwähnt wird Diriye Khader, ein 23 Jahre alter Somalier. Dieser „hat die Hauptaufgaben erledigt“, so die Stadt. Michael Wirth, Mitarbeiter des Amtes für soziale Angelegenheiten, habe das Ganze betreut. „Die Arbeiten wurden abgestimmt mit dem Forst und dem Verkehrsamt, das für Wanderwege zuständig ist. Damit der Weg für Wanderer besser erkennbar ist,
wurden und werden noch Markierungen angebracht“, heißt es in der Mitteilung abschließend. Also: Ende gut – alles gut? Der Merkur fragte bei Harald Scherer
nach. Scherer war bis März 2013 „Wegepate“ des Dollen-Henrich-Weges. Heißt, er pflegte den Weg und schaute dort nach dem rechten. Ende März 2013 ordnete die
Stadt an, den Dollen-Henrich-Weg zu beseitigen. In einer Hau-Ruck-Aktion wurden dort etwa Geländer entfernt und Stufen aus dem Boden gerissen. Daraufhin legte Scherer frustriert die Wegepatenschaft nieder. Seitdem ist nach seiner Aussage die SPD Oberauerbach offizieller Wegepate. Als Scherer am Freitag vom Merkur
auf die Mitteilung der Stadt, der Weg sei erneuert worden, angesprochen
wurde, rief er erstaunt aus: „Das muss ich mir gleich mal ansehen!“ Denn er habe von nichts gewusst. Eine gute Stunde später melde er sich resigniert
wieder: „Von wegen erneuert! Da ist nur Laub aus dem Weg geräumt worden. Sonst wurde gar nichts gemacht.“ Es gebe noch einige Markierungen an Bäumen, die habe
er aber bereits vor einigen Wochen wahrgenommen und frohlockt, dass nun endlich etwas geschehen werde. Aber umsonst, bilanzierte Scherer nun. Stadtsprecher Heinz Braun war am Freitagnachmittag auf seinem Mobiltelefon für Rückfragen nicht mehr erreichbar.

Erwartungen nicht erfüllt

UNSERE WOCHE
Erwartungen und
Enttäuschungen
Erwartungen sind nicht
ohne Risiken und Nebenwirkungen.
Schwingt doch stets die
Gefahr der Enttäuschung mit.
Von Gotthold Ephraim Lessing
stammt die Lebensweisheit: „Beide
schaden sich selbst: der zuviel
verspricht und der zuviel erwartet.“
Hat die Stadt zuviel versprochen,
als sie, nachdem sie den
Dollen-Henrich-Weg beseitigt
hatte, erklärte, diesen wieder aufzubauen?
Zuviel zwar nicht, aber
sie hat doch den Verantwortlichen
rund um den früheren Wegepaten
Harald Scherer den
Mund wässrig gemacht.
Als Scherer am Freitag vom
Merkur erfuhr, dass die Stadt den
Weg (laut eigener Mitteilung) erneuert
habe, schnürte sich der
Oberauerbacher rasch die Wanderschuhe,
um das Werk zu begutachten.
Wenig später bilanzierte
er verärgert: Von wegen erneuert.
Es sei nicht viel passiert.
Der Befund ist eindeutig: Harald
Scherer ist enttäuscht. Hat er zuviel
erwartet?
Der Pressesprecher der Rosenstadt
war am Freitag nicht mehr
für unsere Nachfragen zu erreichen.
Vielleicht muss sich der
ehemalige Wegepate nur noch
gedulden, vielleicht kommt da
noch mehr.

Es fällt schwer Fehler einzuräumen

Willi Adolf Brombacher
19 Std.
UNSERE WOCHE – Es fällt schwer, Fehler einzuräumen – Mathias Schneck – PM 25.02.17
Der ganze Artikel ist „politisch korrekt“, wie es korrekter nicht mehr geht.
Das Wort „Entschuldigung“, könnte für einen Politiker denselben Stellenwert haben, wie ein beiläufiges „Guten Tag“. Soweit so gut. Eine Entschuldigung hat durchaus auch positive Aspekte!
Was die vermisste Weitsicht der Politiker betrifft, könnte man eruieren, ob sie etwas lernten und was sie können. Daraus resultiert in der Regel die erwähnte, nicht vorhandene aber beanspruchte „Weitsicht“, auch Prognosen genannt, welche in der Tat akribisch vorbereitet und erarbeitet werden müssten.
Auch Journalisten, welche Politiker zu beurteilen haben, könnten größtenteils, natürlich unisono und „politisch korrekt“ abwägen.
Was die „Fehler“ betrifft, so mag gelten: „Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne“. Fehler zu korrigieren, wäre ja in Ordnung. Aber anstatt zu korrigieren, entsteht zu oft ein chaotischen hilfloses Durcheinander. Die Korrekturen nehmen letztendlich überhand und müssen z.T. aufgegeben werden.
Auch die rabiate Zerstörung des Dollen-Weges wird, natürlich „politisch korrekt“, als Fehler abgedeckt.
Wenn die Behörde mit brachialer Gewalt, nach Vandalen-Manier, Einrichtungen zerstört (Behördenjargon = Rückbau!), ohne Rücksicht auf die Umwelt und auf die betroffenen Menschen, dann muss das auch so genannt werden. Haftungsfragen, klärt man auch anders, z.B. indem durch fachkundige Abnahme und Nach- und Verbesserungen das Geschaffene erhalten bleibt. Es wäre auch zu fragen, welche Gattungen von Mitarbeitern eigentlich damit beschäftigt waren und vor Allem, wer der eigentliche verantwortliche Drahtzieher ist. Diese wurden, offenbar gemäß der „political correctness“, verschwiegen und verniedlicht.
Das umgehende Erneuern des Dollen-Weges wurde vor ca. vier Jahren versprochen! Vom „Macher“ höchst persönlich! Das Ergebnis ist bekannt, und was das Wort des OB wert ist auch – nämlich – NIX!
Werden so Fehler korrigiert? Da reicht ein: „Entschuldigung“, längst nicht mehr!
Der „Macher“ hat vieles vorangetrieben, so PM-Mitarbeiter M. Schneck. Aber was denn? Eine schnellst aus dem Boden gestampfte „Fußgängerzone“, vielleicht mit einem Hauch von G‘schmäckle? Das „Max1“, mit m.E. vielleicht nebulöser Machart? Die Alte Ixheimer-Straße, die bereits bei der Vorstellung vor ca. 7 Jahren, schon als Schildbürgerstreich prognostiziert wurde? Eine Fluss-Treppe, ohne Fluss? Die Fischtreppe etwa? Oder die umfangreichen Arbeiten am Bleicherbach, wo man mit der Insel den Rückzugsort fürs Federvieh usw. vernichtet hat? Wie, sollte das der Stadt zu Gute kommen, möchte ich gerne wissen?
Hier tritt die fehlende Weitsicht doch offen zutage und könnte allenfalls auf Unfähigkeit (Dummheit) treffen.
Was dem OB offensichtlich gänzlich fehlt, ist ganz einfach der Management-Begriff: „Menschenführung!“ Ein Ratssaal ist ja letztendlich auch kein Kuhstall!
Würde man eher Aufzählen, was die „Macher“ hätten tun sollen, wäre das Ergebnis sicher bewundernswert und die Auflistung sicher umfangreich. Aber so?
Nunmehr, beschleicht mich das untrügliche Gefühl, dass es zu viele Leute geben könnte, die etwas im Kopf haben, was Andere im Hintern haben. Das, könnte manches erklären.
M. Schnecks „Verlegenheitsartikel“, sagt eigentlich auch nichts anderes, als dass mittels der „political correctness“, Missmanagement u.a. verharmlost und schön geredet werden könnte.*
*geändert und gekürzt am 28. Februar 2017